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 Wanderung von Salão zur Caldeira


Der Weg vom Zeltplatz in Salão zur Caldeira und den Cabeco Gordo ist eine Tageswanderung ohne Schwierigkeitsgrad aber mit steilen Anstiegen. Für sein leibliches Wohl muß man selbst sorgen, eine Wasserstelle gibt es auf halbem Weg in Cabouco Velho (heißt in der alten Karte Cabeco Velho!), einem Picknickplatz mit Arboretum.
Vom Zeltplatz geht man den östlichen Weg in das Dorf und hält sich auf der Hauptstrasse etwa 100m links Richtung Tankstelle (bzw. Horta). Dann führt rechts eine asphaltierte Straße den Berg hoch (Rua Iglesia o. ä.). Am Friedhof kommt man an die nächste asphaltierte Querstraße.

Friedhof Felder
Friedhof von Salão Felder oberhalb Salão

Dort biegt man wieder nach rechts (NW) ab. Man läuft etwa 500 m hangparallel bis links ein ausgefahrener Weg berghoch führt (rechts geht es wieder bergab; da kommt man an der Brücke bei der Kirche, der Schule und dem Laden heraus). Diese Kreuzung ist die Schlüsselstelle und im GOLDSTADT???-Wanderführer gut beschrieben. Wir sind am Friedhof direkt den Berg hochgegangen (wie in der top. Karte eingezeichnet). Dieser Weg endet nach ca. 1 km in einem verwilderten Kerbtal mit viel Gestrüpp und heruntergebrochenen Ästen. Wenn man nicht gerade mit Kleinkind in der Rückentrage unterwegs ist, kann man das als willkommenes Abenteuer ansehen. Diesen Weg sollte man möglichst bergauf gehen, weil es auf den feuchten, laubbedeckten Steinen sonst zu rutschig wird. Teilweise muß man auf Viehweiden ausweichen. Wir hatten daran keinen wirklichen Spaß. Ohne Kind ist das aber etwas anderes!

falscher Weg falscher Weg falscher Weg
falsche Abkürzung am Friedhof

Oben kommt man an einer asphaltierten Straßenkreuzung heraus. Diese Straße ist natürlich nicht in den vorhandenen Karten eingezeichnet. Rechts geht es nach Salão (PKW-tauglich), links nach Pedro Miguel und geradeaus (bergauf) nach Cabouco, das ist der Weg. Nach einem weiteren Kilometer endet der Asphalt an einer T-Kreuzung (links nach Pedro Miguel, rechts 500m nach Cabouco).
Der "richtige" Weg führt die ganze Zeit auf einem Jeep-tauglichen und tlw. sehr steilen Weg ziemlich gerade bergauf. Vorbei an Viehweiden, durch Kerbtäler und durch Hortensienhecken kommt man oben an der Asphaltstraße Flamengos - Abegoaria - Riberia Funda heraus. Hier hält man sich links auf dem Asphalt (man erreicht nach 50m die Kreuzung des anderen Weges). Nach ca. 200m kommt man nach Cabouco Velho.
Hier gibt es beiderseits der Straße Picknickbänke, ein Toilettenhäuschen, einen Kinderspielplatz und einen Wasserhahn mit Trinkwasser. Der Ort eignet sich durchaus für's Zelten. Allerdings weiß ich nicht, ob die Forstverwaltung, die das Toilettenhäuschen betreut, das so gerne sieht. Das mag jeder selbst ausprobieren. Einige Bäume des Arboretums sind beschriftet, allerdings nur wenige und von diesen auch welche falsch (z.B. der Urweltmammutbaum und die Fichte). Nur wegen des Arboretums lohnt sich der Weg hierher nicht. Da gibt es immer noch den Botanischen Garten in Flamengos!
Zeitvorgabe: 2 - 21/2h

nördlicher Teil
Beginn der Wanderung im Norden am Zeltplatz von Salão

Von Cabouco Velho geht es 200m auf der Straße weiter Richtung Flamengos und nach dem Bachtal rechts auf die Schotterpiste. Diese Piste führt in vielen Serpentinen fast bis an den Kraterand. Man kann auch gerade über die Viehweiden abkürzen, aber der Weg wird dadurch noch steiler und wohl nicht schneller. Dieser Abschnitt ist ohne Schatten und zieht sich ziemlich lang hin. Fast oben angekommen führt die Piste wieder etwas hinunter. Es lohnt sich nicht, rechts über die Wiese zu gehen, weil der Boden dort aus großen Steinen gebildet wird, was das Gehen sehr beschwerlich macht und man sich oben durch eine dichte Hortensienhecke kämpfen muß. Die Schotterpiste mündet auf die Asphaltstraße Flamengos - Caldeira. Nach ca. 500m endet die Straße am Tunnel in den Krater.
Zeitvorgabe: 21/2h
Durch den kurzen Tunnel kommt man zu einer netten Aussichtsplattform am oberen Kraterrand. Es gibt Wanderführer, die einen Weg hinunter beschreiben, aber die Infotafel verstehe ich so, daß es sich um ein Totalreservat handelt und das Betreten des Kraterinneren nicht erlaubt ist. Ich halte den Weg oben um die Caldeira herum landschaftlich für reizvoller und wer unbedingt hinein will, sollte versuchen eine botanisch geführte Tour zu bekommen, sonst hat man eh' nicht viel davon. (Es ist sehr sumpfig da unten - Wathose nicht vergessen!). Soweit mir bekannt, kann man den Weg um die Caldeira wieder gehen.
Zeitvorgabe: 2h (aus Literatur)

falscher Weg falscher Weg
Hochland bei Cabouco Velho Caldeira

Diese Wanderung kann man auch Richtung Westen fortsetzen, wenn man die Caldeira nicht vollständig umrundet, sondern auf der Westseite absteigt, oder der Straße von den Funkmasten nach unten folgt. Dann kommt man theoretisch in Capelo heraus und kann Richtung Capelinhos weiter wandern.

südlicher Teil
Fortsetzung ab Cabouco bis zur Caldeira

Vom Tunnel in südlicher Richtung kann man zunächst auf dem Kraterrand und dann bergan auf den Cabeço Gordo gehen. Dieser Weg ist unbefestigt und etwas ausgespült aber gut zu gehen. Die ehemalige Fahrspur um den Berg herum und von hinten auf den Gipfel kann man nicht mehr gehen. Die Straße ist teilweise völlig weggespült. Der Blick vom Gipfel ist überwältigend. Der gesamte Ostteil der Insel liegt zu Füßen und natürlich auch Ilha do Pico mit dem eindrucksvollen Pico. Den Westen von Faial sieht man erst bei der Umrundung der Caldeira. Lediglich die Sendeanlage wirkt deplaziert. Zum Glück schaut man aber immer von den Masten weg, so daß sie nicht stören (und den Handyempfang möchte man schließlich auch nicht missen).
Zeitvorgabe: 20 min (eine Richtung)

Daboeica Kraterrand
endemische Heide Daboecia azorica auf dem Kraterrand

Die Besteigung des Cabeço Gordo ist ein Erlebnis! Nicht zuletzt wegen der eindrucksvollen Aussicht über Horta und Pico oder der Caldeira. Ich fand es besonders beeindruckend vom Strand loszulaufen bis man auf dem höchsten Punkt steht. Auf diese Weise erfährt man erst die Größe der Insel, die bekanntermaßen in geographische Hinsicht recht bescheiden ist. Deshalb mußte ich auch alle Autofahrer belächeln, die dort oben (laut krakelend) mit Flipflaps herumhüpften. Diese Art Urlauber kann man nicht ernst nehmen. Und unser Abendbrot hat nach diesem Tag bestimmt besser geschneckt!





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