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Ausgewählte Reiseziele in Südschweden


Västra Götaland      -       Kinnekulle


Högkullen Husaby kyrka Källby hallar
Högkullen Husaby kyrka Källby hallar

Der kleine Bruder des Billingen liegt am Ufer des Vänern und ist daher viel stärker frequentiert. Den touristischen Druck empfindet man auch viel stärker als im Billingen.
Die geologische Entwicklung ist ähnlich der des Billingen. Die Deckschicht aus Diabas ist 27 m mächtig, aber nur noch am Högkullen erhalten. Der Diabas wird hier tlw. Kinne-Diabas genannt. Ob es sich tatsächlich um ein anderes Gestein und eine eigene Typlokalität handelt, ist mir nicht bekannt. Ein gut erreichbarer Aufschluß des Kinne-Diabas liegt etwas unterhalb des Högkullen und wurde von dort ausgeschildert. Er wurde von Andreé angelegt, um den Kontakt von Diabas zu Lerschiefer freizulegen. Der eigentliche Zugang vom Wanderweg ist etwas verwachsen (Aug. 2005) und als Trampelpfad leicht zu übersehen. Mein Vater hat sich über die Belegstücke sehr gefreut.
Der Högkullen (höchster Punkt des Kinnekulle, 306 m, mit Aussichtsturm, 20 m) bietet einen tollen Blick über den gesamten Kinnekulle, den Vänern bis nach Kallandsö mit Läckö slott, sowie bei bester Sicht auch den Nationalpark Djurö und den Billingen im Inland. Auf den Turm zu steigen lohnt sich wirklich nur bei schönem Wetter. Im Turm bekommt man u. a. sehr preiswert einen guten Naturführer über den Kinnekulle mit Karte.
Auch am Kinnekulle gibt es einen, etwa 45 km langen Rundweg (Kinnekulleleden, der gut dokumentiert ist). Leider ist der Kinnekulle viel stärker frequentiert und dichter bebaut als der Billingen. Dafür sind viele Sehenswürdigkeiten gut erschlossen:
Die Kirche in Husaby ist oft der erste Anlaufpunkt. Sie wurde nach dem mittelalterlichen Vorbild wieder aufgebaut, weil das Original zu baufällig wurde. Neben der Kirche gibt es ein Touristenbüro im Pfarrhaus. Dort kann man u. a. die Wanderkarte des Kinnekulleleden mit einigen Ausflugstipps erwerben (SEK 20). In Husaby gibt es auch eine Burgruine, die im Sommer 2005 wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen war. Nahe bei, an der Kreuzung mit der Fernstraße 44 Lidköping - Mariestad in Källby Hallar stehen zwei große behauene Bautasteine!
Etwas nordöstlilch von Husaby liegt bei Flyhov ein kleines Gelände mit schönen Felsritzungen. Kein Vergleich mit Tanum aber sehenswert und gut dokumentiert. Hier sieht man z. B. den "Axtmann".
Zwischen Västerplana und Medelplana findet sich ein klitzekleines Museum "stenmuseet" zur Geschichte und Handwerk des Kinnekulle. Es liegt einige Meter westlich der Straße an einem Feldweg. Das ist ein Museum wie ich es mag! Ein kleiner verstaubter Raum, vollgestopft mit Vitrinen und vielen Ausstellungsstücken und viel zum Anfassen. Typisch schwedisch: hier ist fast nichts angekettet und den Eintritt wirft man in eine Klingelbox. Besonders zur Geologie und Fossilien wird man hier fündig. Es lohnt sich, seine eigenen Fossilien hierher mitzubringen und anhand der Vergleichsstücke zu bestimmen.
In Blomberg liegt das größte seetaugliche Wikingerschiff, die Sigrid Storråda (natürlich ein Nachbau), wenn es nicht gerade auf dem Vänern unterwegs ist. Möglicherweise kann man es für Ausflüge chartern?
Hällekis ist der größte Ort auf dem Kinnekulle mit einigen netten Ecken aber geprägt von dem Zementwerk und Durchgangsverkehr. Wer nicht auf den Zeltplatz am See will, sollte sich lieber in den kleinen Orten im Inland eine Bleibe suchen.


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Felsritzungen bei Flyhov Wikingerschiff in Blomberg

Fossilien auf dem Kinnekulle

Die Gegend wurde von Herrn Budler gut dokumentiert. Wir haben die Steinbrüche von Råbäck und den Cementa-Steinbruch bei Hällekis besucht. Im letzteren wird man sehr fündig. Besonders Pygidien von Trilobiten gibt es hier in beeindruckender Anzahl (überwiegend Megalaspis?, aber auch einige Nileus). Im Gegensatz zu Herrn Budler fanden wir hier auch viele Cystoideen und natürlich Orthoceren.
Wie angeraten suchten wir vorher die Cementa-Zentrale in Skövde auf, um eine Sammelgenehmigung zu erhalten. Dort wurden wir nur verständnislos angesehen, was nicht an Verständigungsproblemen lag. Für den privaten Gebrauch könne man einfach hinfahren. Der Steinbruch ist auch nicht abgesperrt.
Die Halden des ausgebrannten Ölschiefers bei Råbäck sind eindrucksvoll, bieten aber nur wenig Fossilien. Vielleicht waren wir auch an der falschen Stelle. Hier findet man besonders große Anthraconit-Stufen und vereinzelt kleine Fossilien (wahrscheinlich Ostracoden). Diese roten Halden sind die Reste der Kalkbrennerei für Mineraldünger und Zement. Dafür diente der Ölschiefer als Brennmaterial. Fotos kommen sobald die Fundstücke richtig präpariert und bestimmt sind.

Råbäcks stenhuggeri Hällekis stenbrott
Die Halden im Steinbruch von Råbäck Der Kalksteinbruch bei Hällekis





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