| Schweden | Tiveden | Billingen | Hornborgasjön | Kinnekulle | Halle-/Hunneberg |
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| trocken-warme Granitkuppe | feucht-schattige Tallage am See |
Der Name Tiveden bezeichnet zum einen die Region zwischen den
Seen Vättern und Unden an der Grenze der Provinzen Närke und Västra Götaland.
Zum anderen bezeichnet er den Nationalpark als Kernstück dieser Landschaft.
Die ganze Landschaft wurde erst spät durch finnische Auswanderer besiedelt. Aufgrund der
armen Böden, dem flachgründig anstehenden Granit und dem starken Relief war die Gegend
bis dahin wenig attraktiv. So war sie im 16. - 17. Jht. noch zu haben. Das Leben dort muß
sehr hart gewesen sein, da der Boden keine andere Wirtschaft als Holzeinschlag,
Holzkohleproduktion, Teerschwelereien und nur wenig Landwirtschaft zuließ. Das mag einer
der Gründe dafür sein, daß diese finnischen Besiedler lange unter sich blieben.
Viele finnische Namen zeugen davon. Tivedstorp gilt als typisch finnisches Dorf. Den
schlechten Bedingungen einer wirtschaftlichen Entwicklung verdanken wir heute viele
haarsträubende Sagen und den natürlichen Zustand dieser "Wildmark".
Das Kernstück ist besonders zerklüftet und schwer zugänglich gewesen. Die
menschliche Beeinflussung blieb hier immer sehr begrenzt. Dieser Teil wir heute durch den
1.350 ha großen Nationalpark geschützt. Zwei besonders malerische Stellen
sind die Stenkälla und die Trollkyrka.
Die Provinzen Västra Götaland und Närke sind für schwedische
Verhältnisse dicht besiedelt. Deshalb sind die Zuwegungen zum Tiveden Nationalpark
recht gut. Von Westen und Osten kann man die Hauptstraße 49 Karlsborg-Askersund bis
zum Bocksjö fahren, wo man nach Norden auf eine gute Schotterpiste abbiegt. Am
Tiveden-Zeltplatz vorbei erreicht man den Parkplatz am zentralen Infogebäude.
Von Norden kann man in Laxå oder Finnerörja von der E20 abbiegen und über
Tived bzw. Tivedstorp - vorbei an Vitstrand - in den Nationalpark gelangen. Von diesem
zentralen Parkplatz beginne die beiden oben erwähnten Wanderwege als Rundtouren, die
man beliebig erweitern kann. Besonders die Trollkyrkarunde mit ihrem Anschluß
an Berglagsleden und
Munkastigen bietet sich hier an.
Im Tiveden Nationalpark ist es fast egal, wo man wandert. Die Landschaft ist immer
beeindruckend. Die Wege sind abwechslungsreich von der Wegeführung und dem Untergrund.
Mal geht es entlang des Seeufers, auf einem Hügelrücken hoch über den Seen
oder auf Holzbohlen durch ein Moor. Bei feuchter Witterung werden die Steigungen auf dem
blanken Fels oder dem flachgründigem Waldboden etwas rutschig! Außerdem bietet
der lichte Kiefernwald wenig Schutz gegen Regen. Die Landschaft machte auf mich
(ebenso wie im NLP Tresticklan) den Eindruck eines typischen
mittelschwedischen Fjälls, wie ich es vom Rogen NLP in
Erinnerung habe.
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| Seerosen am Stora Tresticklan | Stenkälle |
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