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Ausgewählte Reiseziele in Südschweden


Dalsland      -       Nationalpark Tresticklan


Stora Tresticklan Orshöjden
Stora Tresticklan Orshöjden, ein Gipfelkreuz?

Die Zufahrt zum Nationalpark erfolgt in der Regel über Ed / Dalsland von der Straße Ed - Nössemark auf der Westseite des Stora Le aus. Der Nationalpark ist mittlerweile sehr gut ausgeschildert. In wie weit man sich darüber freuen kann ist fraglich. Im Juli - August ist dort sehr viel los. So ist es wohl eher ein Vorteil gewesen, daß wir dort eingeregnet sind. Aber auch so kann man hier nicht wirklich von Wildnis sprechen. Auf den Wegen sind viele Besucher unterwegs, entsprechend klar ist der Wegeverlauf. Verläßliche Quellen bestätigen, daß ab Mitte September über zwei Tage niemand dort war - ebenso wenig wie Mücken.
Den Nationalpark kann man von drei Seiten erreichen. Der Hauptzugang über Råbacken ist oben beschrieben. Weiterhin könnte man von Norwegen und von Süden über eine kleine Straße durch Klevemarken zum Park gelangen. Hier empfiehlt es sich vorher festzustellen, ob diese Wege befahrbar sind.
Durch den ca. 3.000 ha großen Park führen zwei gut markierte Wege, die sich in der Mitte treffen. Dort besteht die Möglichkeit einer kleinen Runde. Dann hält man sich vom Parkplatz in Råbacken zur Parkgrenze (600 m), über die Brücke des Sees Stora Tresticklan, die Runde über Orshöjden und wieder über St. Tresticklan zum Parkplatz zurück (8 km). Orshöjden ist zwar die höchste Erhebung des Parkes, man darf aber nicht glauben, von dort eine tolle Fernsicht zu haben. Bei 276 m ist man hier noch lange nicht über der Baumgrenze. Vom Parkplatz Råbacken bis zur norwegischen Grenze sind es etwa 5,5 km.
Insgesamt ist der Park recht übersichtlich. Es scheint im Park weder Wegegebot noch Zeltverbot zu geben?! Das Wandern querfeldein gestaltet sich aber anstrengend, da die Rißtäler, die die Landschaft prägen, meist versumpft sind.
Der Wald soll überwiegend nach einem Waldbrand um 1830 natürlich entstanden sein. Da diese Brandereignisse in der Fjällgegend Skandinaviens natürlich sind und durchaus die Walddynamik bestimmen (sofern der Mensch die Brände nicht verhindert oder bekämpft), kann man tatsächlich von einem Urwald sprechen. Allerdings nicht von einem alten, was in der Regel darunter verstanden wird. Die menschliche Beeinflussung wird als sehr gering angenommen. Die kleine Ausstellung am östlichen Eingang gibt verschiedene Informationen zu Geologie, Nutzungsgeschichte, Fauna und Flora. Stellenweise gibt es größere Mengen an Totholz und Spechten sowie Höhlenbrütern werden im Park ein besonderer Stellenwert gegeben. Das allgemeine Erscheinungsbild der Waldbestände ist relativ einheitlich, was an der großflächigen Verjüngung nach dem Brand liegt. Vereinzelt finden sich auch ältere Bäume, die aus der Zeit von vor dem Brand stammen könnten. In Verbindung mit dem geologisch bedingten stark bewegten Relief und dem wasserundurchlässigen nährstoffarmen Untergrund aus Urgestein (Gneis, Glimmerschiefer und Granit) sind viele unterschiedliche Waldbilder von trockenen Kiefernkuppen über Birkenmoorwald bis zu offenen Moor- und Wasserflächen entstanden. Die Größe und Unberührtheit soweit im Süden Schwedens sind wertbestimmend und ausschlaggebend für die Ausweisung als Nationalpark im Jahr 1996.

Kiefernwald Kinderspaß im Regen Kinderspaß im Regen
lichter Kiefernwald im Regen Kinderspaß ... ... im Regen

Über den Nationalpark findet man an verschiedenen Stellen ein Faltblatt mit guter topographischer Karte 1:25.000 (Titelbild: Haubenmeise). Am besten sortiert ist wohl die Touristeninfo in Mellerud, aber auch in Haverud und Ed (gegenüber dem Zeltplatz) bekommt man relativ viele Hinweise auf Angebote in Dalsland. Arvika und Årjäng haben auch ein größeres Angebot. Auf der norwegischen Seite ist nur Halden ein nennenswertes Zentrum. Von dort ließe sich auch ein Ausflug in das Naturreservat Lundsneset organisieren, das sich westlich an den Nationalpark Tresticklan anschließt. Direkt an der Grenze befindet sich auch die Schutzhütte Budalsvika. Den Schlüssel dazu bekommt man u. a. in Ed. Im Internet gibt es hier eine anständige Karte, die für's erste ausreicht und weitere Informationen. Außerdem gibt es auch die Seite der Naturschutzverwaltung.
Der Nationalpark ist in dem kleinen Wanderführer von Peter Mertz (2002) gut beschrieben. Leider fand er im Reiseführer Natur ( Pott, Küpker 1995) keine Erwähnung.




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