Die Zugspitze - allgemeine Anmerkungen


Nach der Übergabe der Kolonie "Deutsch-Ostafrika" mit der "Kaiser-Wilhelms-Spitze" des Kilimanjaro an die britische Krone im Jahr 1918 und der Kapitulation des kaiserlich-deutschen Afrikakorps wurde die Zugspitze mit 2962 / 2964 m erneut der höchste Berg Deutschlands und ist es seitdem geblieben. Die erste dokumentierte Besteigung erfolgte am 27.08.1820 von Josef Naus und einem Einheimischen über das Reintal. Das eindrucksvolle Gipfelkreuz wurde 1882 errichtet und 1993 ersetzt. Das Original ist im Museum zu sehen.
Das Erreichen des Gipfels ist heutzutage stark erleichtert durch zwei Seilbahnen - eine von Ehrwald in Österreich und eine vom Eibsee bei Grainau - und die Zahnradbahn von Garmisch-Partenkirchen über Grainau und den Eibsee. Eine einfache Fahrt kostete 2002 ca. 25 Euro.
Aber seien wir doch mal ehrlich: was für eine Befriedigung ist es, mit der Seilbahn dort hoch geschaukelt zu werden? Das ist als würde man als weißer Bwana oder englischer Sahib von Sklaven in einer Sänfte hochgetragen werden. Außerdem: hat man oben angekommen einen reellen Eindruck von der wirklichen Höhe und Mächtigkeit des Berges? In der Seilbahn dauert es ca. 15 min, in der Zahnradbahn ca. 30 min bis oben. In dieser Zeit überwindet man etwa 2000 Höhenmeter und kommt plötzlich auf fast 3000 m ü NN an. Die Belastung des Kreislaufs sollte nicht unterschätzt werden.
In 3000 m Höhe gibt es nur noch 75 % des Luftsauerstoffs und der Körper reagiert darauf. Man ist schneller erschöpft und das Herz schlägt schneller. Welch eine Verantwortungslosigkeit, sieht man Eltern mit Säuglingen im Kinderwagen auf dem Gipfelplateau. Diese "Höhenluft" ist keineswegs gesund für das Kleine.
Meine Meinung ist, daß man sich den Gipfel in jedem Fall erarbeiten sollte, um seine Schönheit voll erfassen zu können! Dazu stehen viele Wege offen. Alle Wege führen nach oben, aber es gibt große Unterschiede. Das sollte man unbedingt beachten, denn es wäre doch schade, wenn der Urlaub im Hubschrauber der Bergwacht endet. NICHT lachen - das geht schneller als man denkt! Es reicht schon ein Schwächeanfall wegen Überanstrengung und schon ist man einige 10.000 Euro los. Nur wirkliche Bergunfälle werden von der Bergrettung getragen.

Die am häufigsten gegangenen Wege sind

  (1)   von Garmisch-Partenkirchen über das Reintal,
  (2)   von Ehrwald über die Wiener-Neustädter-Hütte,
  (3)   von Ehrwald über das Gatterl und das Zugspitz-Platt,
  (4)   von Grainau/Hammersbach über das Höllental und
  (5)   über den Jubiläumsgrat und die Alpspitze.

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Varianten, über die ich mir erst eine Meinung anmaße, wenn ich sie selber gegangen bin. Damit sollte klar geworden sein, daß die Zugspitze mehrere Wander- und Kletterurlaube wert ist.

Bislang kann ich aus erster Hand nur über das Reintal berichten. Die anderen drei Wege wurden mir intensiv beschrieben und in der Literatur dokumentiert.
Die beschriebenen Routen auf die Zugspitze können auch direkt über die Übersichtskarte angewählt werden.



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